Autochthone Rotweine

Schioppettino

BODENTYP

Mergel und Sandstein eozänischen Ursprungs, besser bekannt als “Ponca”, wie für die Hügel des Ostfriaul (Friuli Orientale) charakteristisch.

TRAUBENSORTE

Schioppettino.

WEINBAUSYSTEM

Friaulische kurze Monocapovolto (niedriger Rebstock mit Überhang) mit einer Bepflanzungsdichte von 5.500 Rebstöcken pro Hektar.

LESEZEIT

Erste Oktoberwoche.

WEINBEREITUNG

Schioppettino ist eine jener Rebsorten, deren heimische Herkunft zweifellos den Colli Orientali Friauls zugeordnet werden kann. Nachdem die Trauben im Juni am Rebstock rigoros ausgedünnt wurden, werden sie ausschließlich von Hand gelesen und in kleine Kisten zum leichtes Eintrocknen gelegt. Anschließend werden die Weinbeeren entrappt und sanft gekeltert. Die so gewonnene Maische wird mit heimischer Weinhefe vergoren, wobei sie für zirka 20 Tage in Kontakt mit den Beerenschalen bleibt. In dieser Phase findet wiederholte Male eine Umwälzung der Maische statt, um den Übergang der Farbe und der charakteristischen edlen Stoffe, die einen großen Rotwein auszeichnen, von den Beerenschalen auf die gärende Maische zu begünstigen. Nachdem der Abstich des Jungweines eingeleitet worden ist, ruht der Wein für zirka zwei Jahre lang in französischen Eichenfässern mit einem Fassungsvermögen von 5 hl. Nach einer letzten Ruheperiode in der Flasche, die seine Verfeinerung abschließt, wird der Wein dem Genießer zur Beurteilung überlassen.

VERTRIEB

Etwa zwei Jahre nach der Lese.

DURCHSCHNITTLICHE WERTE

Säuregehalt 5,7 g/L; Alkoholgehalt 14,00% Vol.

FARBE

Von besonders dunkelrote Farbe, die das Glas Rot färbt, und dichte, lang anhaltende Bögen hinterlässt.

DUFT- UND GESCHMACKSNOTEN

Bei jeder Bewegung des Glases offenbart sich ein eleganter, voller und kräftiger Duft, der von trockenen Feigen über Nüsse und von balsamischen Holznoten mit einem leichten Unterton von kleinen Früchten bis hin zu schwarzen Beeren reicht. Der Geschmack ist reichhaltig und entschieden: Er umhüllt den Gaumen auf samtige Weise, ohne dabei jedoch die dichte und kraftvolle Note der gut eingebundenen
Tannine zu verbergen. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Aromenfolge, die das gesamte Duftspektrum widerspiegelt.

SERVIERTEMPERATUR

Es empfiehlt sich, den Wein einige Stunden vor dem Servieren zu dekantieren, Temperatur 18 – 20° C.

SERVIERVORSCHLÄGE

Ein großer Rotwein, der zur Meditation anregt und kräftigen Speisen ein würdevoller Begleiter ist. Ausgezeichnet zu Schmorbraten, Gerichten aus fettem, dunklem Fleisch, zu Wildgeflügel und würzigem Käse.